Gemeinschaftsdiagnose für Deutschland, Herbst 2016

29.09.2016 | Medienmitteilung

Deutsche Wirtschaft gut ausgelastet – Wirtschaftspolitik neu ausrichten

Die Weltwirtschaft hat sich im Sommer dieses Jahres belebt. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften dürfte die Produktion inzwischen wieder stärker ausgeweitet werden, und die Konjunktur in den Schwellenländern stabilisiert sich. "Noch immer dominieren aber Abwärtsrisiken für die globale Konjunktur. Die jüngsten Fiskalmassnahmen stimulieren zwar aktuell die Produktion in China, das Risiko eines wirtschaftlichen Einbruchs ist auf längere Sicht aber gestiegen. In der EU gehen konjunkturelle Risiken von der Brexit-Entscheidung sowie den Problemen im Bankensektor Italiens aus", so die Experten der Gemeinschaftsdiagnose.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem moderaten Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 1.9 Prozent und im kommenden Jahr um 1.4 Prozent zulegen. Im Jahr 2018 dürfte die Expansionsrate bei 1.6 Prozent liegen. Die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten sind damit im Prognosezeitraum etwas stärker ausgelastet als im langjährigen Mittel. Der Aufschwung wird allerdings weniger von den Unternehmensinvestitionen getragen, sondern in erster Linie vom Konsum, der seinerseits vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau profitiert.

Die Diagnose ist ein Gemeinschaftsprojekt im Auftrag der deutschen Bundesregierung. Die teilnehmenden Institute sind das ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. in Kooperation mit der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo), das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI Essen) in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien Wien (IHS), das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) sowie das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW).

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