KOF Konjunkturbarometer fällt weiter

Das Konjunkturbarometer der KOF ist im Februar 2019 auf einen Stand von 92.4 gefallen. Die jüngste Abwärtstendenz setzt sich damit ungebremst fort. Die Schweizer Wirtschaft dürfte demzufolge in den kommenden Monaten eine schwache Konjunktur erleben.

Im Februar 2019 fiel das Konjunkturbarometer der KOF von 96.2 (revidiert von 95.0) um 3.8 Punkte auf 92.4. Der markante Rückgang ist massgeblich auf negative Impulse aus dem Verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen. Die Stimmungseintrübung hat mittlerweile aber auch die übrigen Teilkomponenten des Barometers erfasst.

Die negative Tendenz innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes ist am deutlichsten durch den Maschinenbau und die Elektroindustrie getrieben, aber die Signale sind inzwischen in allen Branchen unterdurchschnittlich. Innerhalb des Baugewerbes sind insbesondere die Architekten vorsichtiger geworden.

Im Produzierenden Gewerbe (Verarbeitendes Gewerbe und Bau) sind vor allem Indikatoren zu den Auftragsbeständen und zur Geschäftslage für die negative Entwicklung verantwortlich, aber auch die Situation bei den Vorprodukten und den Lagern wird skeptischer beurteilt.
 

KOF Konjunkturbarometer und Referenzreihe: Jährliches Update

Im September 2018 fand das jährliche Update des KOF Konjunkturbarometers statt. Dies umfasst jeweils folgende Schritte: Neudefinition der Grundgesamtheit der Indikatoren, welche in die Auswahlprozedur einfliessen, Update der Referenzreihe und eine erneute Ausführung des automatischen Variablenselektionsmechanismus. Die aktuelle, erweiterte Grundgesamtheit für die Variablenauswahl besteht nunmehr aus gut 500 Indikatoren. Bei der aktualisierten Referenzzeitreihe handelt es sich um eine auf Monate verteilte und geglättete Verlaufswachstumsrate des Schweizer realen Bruttoinlandprodukts (BIP) der letzten zehn Jahre, beruhend auf der Schweizer Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, um die Effekte internationaler Sportgrossanlässe bereinigt, die Anfang September 2018 vom Staatssekretariat für Wirtschaft veröffentlicht wurde. Diese wiederum basiert auf der BIP-Statistik des Bundesamts für Statistik vom 28. August 2018. Als Resultat unserer automatisierten Variablenselektion basiert das aktualisierte Konjunkturbarometer nunmehr auf 345 Indikatoren (gegenüber 273 in der vorherigen Version, wobei 104 Indikatoren neu selektiert und 32 in dieser Runde aussortiert wurden). Diese werden mit statistisch per Extraktion der ersten Hauptkomponente ermittelten Gewichten zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

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